Autismus-Checkliste:
der Schnelltest

Was Sie tun müssen

Wenn Ihr Kind 9 bis 17 Monate alt ist, wählen Sie den 9-Monats-Test
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Wenn Ihr Kind über 17 Monate alt ist, wählen Sie den 18-Monats-Test
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Die beiden Tests umfassen je 7 Fragen bzw. Aussagen zum Entwicklungsstand Ihres Kindes. Diese beziehen sich auf die Zeit, als Ihr Kind 9 bzw. 18 Monate alt war (oder ist). Bitte bewerten Sie die Aussagen, indem Sie die jeweils zutreffende Antwort anklicken. Sie dürfen keine Frage auslassen, sonst können Sie den Testbogen nicht abschicken.

Was der Schnelltest berechnet

Unmittelbar nach Absenden des Testbogens wird Ihnen das Ergebnis mitgeteilt, wobei die Antwort entweder lautet „Autismusverdacht? NEIN“ oder „Autismusverdacht? JA“.

Das Autismus-Risiko wird aus dem Datenvergleich mit anderen Kindern errechnet, nämlich:

  • normal entwickelten Kitakindern
  • Kindern mit allgemeinen Entwicklungsstörungen (z.B. aus der Frühförderung)
  • Kindern mit Autismus-Diagnose
  • Kindern mit Asperger-Syndrom

Zur Methodik der Risikoeinschätzung
Zur Errechnung (besser: Einschätzung) des Autismusrisikos können grundsätzlich zwei Strategien eingeschlagen werden:

Strategie-1: Man hängt die "Messlatte" möglichst niedrig – etwa nach dem Motto bloß niemanden übersehen. Dann ist die sog. Sensitivität des Tests hoch, was bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit, auch wirklich alle Verdachtsfälle zu erfassen, groß ist. Das klingt gut, hat aber einen entscheidenden Nachteil: denn mit dieser Strategie werden auch viele Fälle unter "falschem Verdacht" mit erfasst – das nennt man falsch positiv.

Strategie-2: Man hängt die Messlatte möglichst hoch – jetzt nach dem Motto bloß keinen falschen Alarm auslösen. Dann ist die Spezifität des Tests hoch – die erfassten Fälle sind mit grösserer Wahrscheinlichkeit auch "richtig". Der Nachteil bei dieser Strategie: manche Risikofälle werden so wahrscheinlich nicht mit erfasst – und das nennt man falsch negativ.

Nun könnte man sagen: das beste wäre doch ein Kompromiss. Doch das wäre ein Trugschluss, denn in Wahrheit kann es die richtige Strategie gar nicht geben. Man muss sich entscheiden, was (und wen) man erreichen will. Ich habe mich entschieden, die Messlatte relativ hoch anzusetzen, um so möglichst wenig falschen Alarm auszulösen.

Unter Anwendung dieser Strategie fallen mehr als 99% der mit dem Testbogen untersuchten Kitakinder (315) in die Kategorie „Autismusverdacht? NEIN“. Bei den Kindern aus der Frühförderung (150) sind dies immerhin auch noch 84%. Bei den autistisch diagnostizierten Kindern hingegen sind es nur 10%, was bedeutet, dass 90% richtig zugeordnet worden wären und 10% nicht („falsch negativ“).  Letztere sind mehrheitlich Kinder mit Asperger-Autismus.

 

Was Sie tun
müssen

 

Wie der Schnelltest
rechnet

 

Wie das Autismus-Risiko
eingeschätzt wird