7 Fragen an Ihr Kind (Autismus-Checkliste)

Was Sie tun müssen
Der Schnelltest umfasst 7 Fragen bzw. Aussagen zum Entwicklungsstand Ihres Kindes. Diese beziehen sich auf die Zeit, als Ihr Kind etwa 18 Monate alt war (oder ist). Bitte bearbeiten Sie die Aussagen, indem Sie die jeweils zutreffende Antwort anklicken. Sie dürfen keine Frage auslassen, sonst können Sie den Testbogen nicht abschicken. Beantworten Sie dann bitte auch noch die Zusatzfrage zur motorischen Entwicklung Ihres Kindes – hier müssen Sie sich für eine Antwort entscheiden.

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Was der Schnelltest berechnet
Unmittelbar nach Absenden des Testbogens wird Ihnen das Ergebnis mitgeteilt, wobei Ihr Kind einer von drei Risikogruppen zugeordnet wird:

  • Risikogruppe 0:  Kinder ohne Autismusverdacht
  • Risikogruppe 1:  Kinder mit Autismus-Anfangsverdacht
  • Risikogruppe 2:  Kinder mit hohem Risiko

Das Autismus-Risiko wird aus dem Datenvergleich mit anderen Kindern errechnet, nämlich:

  • normal entwickelten Kitakindern
  • Kindern mit allgemeinen Entwicklungsstörungen (z.B. aus der Frühförderung)
  • Kindern mit Autismus-Diagnose
  • Kindern mit Asperger-Syndrom

Zur Methodik der Risikoeinschätzung
Zur Errechnung (besser: Einschätzung) des Autismusrisikos können grundsätzlich zwei Strategien eingeschlagen werden:

Strategie-1: Man hängt die "Messlatte" möglichst niedrig – etwa nach dem Motto bloß niemanden übersehen. Dann ist die sog. Sensitivität des Tests hoch, was bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit, auch wirklich alle Verdachtsfälle zu erfassen, groß ist. Das klingt gut, hat aber einen entscheidenden Nachteil: denn mit dieser Strategie werden auch viele Fälle unter "falschem Verdacht" mit erfasst – das nennt man falsch positiv.

Strategie-2: Man hängt die Messlatte möglichst hoch – jetzt nach dem Motto bloß keinen falschen Alarm auslösen. Dann ist die Spezifität des Tests hoch – die erfassten Fälle sind mit grösserer Wahrscheinlichkeit auch "richtig". Der Nachteil bei dieser Strategie: manche Risikofälle werden so wahrscheinlich nicht mit erfasst – und das nennt man falsch negativ.

Nun könnte man sagen: das beste wäre doch ein Kompromiss. Doch das wäre ein Trugschluss, denn in Wahrheit kann es die richtige Strategie gar nicht geben. Man muss sich entscheiden, was (und wen) man erreichen will. Ich habe mich entschieden, die Messlatte relativ hoch anzusetzen, um so möglichst wenig falschen Alarm auszulösen.

Unter Anwendung dieser Strategie fallen mehr als 99% aller Kitakinder in die Risikogruppe 0 – also ohne Autismusrisiko. Bei den Kindern aus der Frühförderung sind es 84%  - oder anders herum: 16% wären dann als Verdachtsfälle einzuordnen (davon 7% mit hohem Risiko), eine Quote, die sinnvoll erscheint. Bei den autistisch diagnostizierten Kindern hingegen beträgt die Quote 90% (und davon allein 80% im Hochrisikobereich) - das ist schon recht nah am Prognose-Optimum. Nur 10% wären so nicht erkannt worden ("falsch negativ") - dies sind mehrheitlich Kinder mit Asperger-Autismus.

Was der Schnelltest kann und was er nicht kann
Der Schnelltest benennt also ein Autismus-Risiko, das anhand eines Datenvergleichs errechnet wird. Eine Autismus-Diagnose hingegen soll er nicht stellen. Er kann aber eine solche auf den Weg bringen. Und genau das will das Projekt erreichen.

Wie geht es nach dem Schnelltest weiter?
Nach Erhalt des Ergebnisses können Sie im Bedarfsfall eine ausführlichere Version des Tests anfordern. Dieser zweite Testbogen ist prinzipiell ähnlich aufgebaut und rechnet auch in gleicher Weise. Durch die Testerweiterung kann das Risiko aber noch besser abgeschätzt werden. Die Langfassung des Tests erhalten Sie über das Kontaktformular – auch dies ist für Sie kostenlos.

Wenn Ihr Kind noch keine 18 Monate alt ist…
…können Sie sich über das Kontaktformular direkt an mich wenden. Geben Sie bitte an, wie alt Ihr Kind ist. Sie erhalten dann einen Fragebogen für noch jüngere Kinder.

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Was Sie tun
müssen

 

Wie der Schnelltest
rechnet

 

Wie das Autismus-Risiko
eingeschätzt wird